Der fahrende Strandkorb

Das Auto, mit dem man souverän zum Strand fährt. Die limitierte Sonderedition des Fiat 500 Cabrio platzt vor Luxus, Fahrspaß und Dolce Vita. Jetzt bei Marxrieser. Bericht von Stella Lecar

Thomas Marxrieser hat ihn mir vorsichtig vor den Garten gestellt und gemeint, man fährt damit eigentlich nur zum Strand. Das wäre die artgerechte Haltung für dieses 500er Cabrio, aber ich möge bitte in Österreich bleiben. Es machte Spaß, sich da hineinzusetzen und tatsächlich spürt man sofort den Sog des Meeres und möchte erst vor Rimini wieder abbremsen.

Dabei hatte ich noch gar nicht gestartet. Also, los. Satter frischer Zweizylindersound, in etwa wie der neue Rasenmäher meines Mannes. Da sollen also 85 PS über einen Turbo aus 900 ccm rausgeholt werden. Okay, binnen 10 Sekunden ist man auf 100 km/h und der winkende Thomas Marxrieser verschwindet rasch im Rückspiegel. Sportliches Fahren, wo ich immer bei 4500 upm hochschalte (Achtung! Kleinauto mit Drehzahlmesser!), macht Spaß mit dem Kleinen. Schließlich hat er auch ein sportliches Fahrwerk, eine gut ansprechende Lenkung und satte Bodenhaftung mitbekommen, was bei einem Kleinwagen nicht selbstverständlich ist.

Der Jolly damals hatte keine Türen und darum haben sie ihn „spiaggina“ getauft, was soviel wie „Liegestuhl“ bedeutet. Das steht auch heute auf dem Heck des Fiat Cabrios, obwohl er diesmal Türen hat. Ich finde, da wirkt er eher wie ein luxuriöser Strandkorb, an dem sich italienische Designer ausgetobt haben. Die Urlaubsfarben Blau und Weiß dominieren und es gibt ihn in der limitierten Sonderausführung auch nur genau so.

Die Rückenlehne ist 50:50 klappbar und damit bekommt man sogar richtig Ladefläche für den Großeinkauf.

550 Liter Kofferraum muss man dann erst einmal mit Pomodori, Mozzarella und den neuesten Schuhmodellen anfüllen. Damit nichts schief geht, hat er sieben Airbags, ESP, ASR, Bremsassistent, Berganfahrhilfe und ziemlich große Bremsscheiben. Und sonst: Klimaautomatik, beheizbare Spiegel, Getränkehalter, Nebelscheinwerfer, Alufelgen, Bordcomupter, Multifunktionslenkrad, ... den ganzen Luxus halt. So gehört sich das für eine limitierte Sonderedition.

Heimgekehrt von dem Mühlviertler Hügeln hupe ich meinen Mann aus dem Haus. „Was ist denn das für eine süße Knutschkugel?“, amüsiert er sich. Rein mit ihm, denn ich möchte wissen, wie sich ein 188 cm großer Mann hier drinnen tut. Na bitte, jede Menge Platz über dem Kopf. Super. „Du musst das Dach zu machen“, sagt er. Oh, na gut. Das elektrische Cabriodach schließt leise und präzise, die eingebauten Teile machen alle einen soliden Eindruck. Okay, geht sich immer noch aus für ihn. Zwischen Scheitel und Himmel passt noch eine dick belegte Pizza.

Schade, dass das nur eine Probefahrt war. Thomas Marxrieser schnappt den Kleinen, steckt ihn in die Tasche und – ciao, bella ciao. Wir sehen uns am Strand.

Exklusiv bei MARXRIESER: 10 Stück vom limitierten Sondermodell Fiat 500 Spiaggina ‘58